Mittwoch, 16. Oktober 2013

Lieblingsköder, Köderportrait

Auch ich bin bei Facebook auf die Lieblingsköder von Jens gestoßen. Auf Nachfragen bei Jens ob und wo denn die Köder käuflich zu erwerben sein sagte er mir "bis jetzt noch gar nicht". Also was tun?
Sehr erfreut war ich über die Nachricht die mir Jens noch während des selben Telefonates machte. Ohne mit der Wimper zu zucken sicherter mir er mir jeweils eine Packung jeder Farbvariante zu. Als diese drei Tage später tasächlich in meinem Briefkasten landeten war ich ersteinmal baff!
Danke Jens und an Deine Truppe rund um diesen Köder!

Nun werden sich einige denken, sicher auch nur wieder "irgend ein Köder", aber komplett verfehlt! Hinter dem Köder steckt nicht etwa eine riesen Firma welche den finanziellen Backround hat hunderttausende von Euro in die Entwicklung zu stecken. Das einfache aber sehr geniale Konzept kommt von einem privaten Enthusiasten.
Das Konzept lautet: Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen! Kurzum, es gibt vier Farbvarianten der Lieblingsköder für vier unterschiedliche Wetterbedingungen.

LK - Farbvarianten
Im folgenden kleinen Video möchte ich Euch die Lieblingsköder-Farbvarianten kurz vorstellen und einen kurzen Blick darauf werfen.

 
                                                              Video - Lieblingsköder Farbvarianten


Falls die ganze Sache etwas schnell ging hier nocheinmal die vier Farbvarianten festgehalten: 

Lieblingsköder Wettermethode

Wie Ihr seht, ein sehr einfaches, wenngleich auch geniales Konzept. 
Natürlich wollte ich wissen, ob die "Rechnung" der Lieblingsköder auch bei mir Aufging. Einige Zeit nach Erhalt ging es mit den Ködern ans Wasser ins schöne Brandenburg, verabredet zu einer Tour mit David alias Stachel Ritter. 
Auf dem See angekommen machten David und ich in windeseile das Boot klar und es ging aufs Wasser. Schnell merkten wir, dass es ein beschwerlicher Tag werden würde, wie so oft bei mir in letzter Zeit! 
Nach zweistündigem Angeln ohne Fisch weder auf Hardbaits noch auf die Gummis die David und ich in unseren Köderboxen hatten wollte ich es wissen und packte die Lieblingsköder aus und sagte zu David, dass diese Köder nun zeigen müssten, was sie wirklich könnten.
Bevor ich mich versah knisterten bereits neben mir die Ködertüten, in denen die Lieblinksköder immer noch verpackt waren, denn auch die Haltbarkeit der Tüten wollte ich einem Test unterziehen. Etwas musternd las David die aufgedruckte "Gebrauchsanweisung" schaute kritisch gen Himmel und besah sich das Wasser: "Sascha, ich nehm mal ´nen Whisky", prost dachte ich, dabei meinte David natürlich die Köderfarbe. Da auch ich im "Trüben (Wasser)" fischen aber David nicht nachmachen wollte gab es für mich den "Captain". 
Kurze Zeit Später sausten unsere Köder in Richtung (vermutetem) Fisch. Abgelenkt von den guten Gesprächen konzentrierten David und ich uns eher auf den Inhalt dieser, anstatt wirklich einhundert Prozent bei der Sache zu sein. Mit einem Mal zuckte David in Form eines Anhiebs jedoch merklich auf, sodass ich erschreckte. "Fisch, Fisch" David wiederholte im kurzem Abstand das, was Musik in meinen Ohren ist, wenn es um solche Tests geht. Nach kurzem Drill war der Fisch im Kescher. 
Kein "Überfisch", aber der Lieblingsköder war an diesem Tag scheinbar doch das Ass im Ärmel!

David tritt den Beweis an, LK fängt auch bei ihm auf Ansage!

Ohne Worte...


Somit dürfte bewiesen worden sein, dass der LK auf Ansage und nach "Anleitung" fängt. Natürlich wird jetzt jeder sagen "Zufall", meint ihr wirklich die CAler überlassen etwas dem Zufall? 
Ich konnte an diesem Tag leider keinen einzigen Biss verzeichnen, deshalbt ging es am Freitag nochmal ans/aufs Wasser! 

Am nächsten Tag war ich aus zweierlei Grund wieder am Wasser. Erstens um den Fangerfolg der Lieblingsköder zu bestätigen und zweitens musste ich unbeding einer Verabredung nachkommen, die ich leider schon viel viel viel zu lange hab immer wieder verschieben müssen. 
Angeln mit Thorsten (User im Barsch-Alarm "thosawi") auf dem Tegeler See. Also ging es am Freitag wieder einmal auf den Tegeler See um auch dort den Lieblingsködern eine Chance zu geben. Thorsten besitzt ein kleines aber sehr feines Boot, welches ein Tag mein "zu Hause" sein sollte. 
So ging es also raus und gleich zum ersten Spot. Thorsten konnte nach kurzer Zeit bereits seinen ersten Biss verzeichen, allerdings auf einen Spinnerbait. Leider ging der Fisch nach der zweiten Flucht verloren, aber es bewegte sich etwas!

Wieder das gleich "Spielchen" wie gestern zur Auswahl der Lieblinksköder - Himmel, Wasser --> Köderfarbe wählen - auch bei mir gab es heute Whisky!
Kein halbe Stunde nach dem ich den Köder montiert hatte, kam endlich der ersehnte Biss, der in Fisch verwandelt werden konnte! Ich dachte schon, ich habe das Hechteangeln verlernt, aber es funktionierte noch!

Hecht, 66cm, gefangen auf Lieblinksköder in "Whisky"

Hecht von vorn
Wie ihr seht, der Hecht hatte noch im Kescher den Köder "losgeschüttelt" sodass leider der Köder nicht mit auf das Foto gekommen ist. Ich versichere, gefangen auf Lieblinksköder!

Kurze Zeit später konnte Thorsten dann auf den Köder seiner Wahl ebenfalls einen schönen Hecht verhaften, wobei gesagt sei, dass dieser Fisch auf Spinnerbait kam! 

Thorsten mit seinem Hecht, gefangen auf Spinnerbait!
Auch wenn dieser Fisch nicht auf Lieblingsköder gefangen wurde, gehört er für mich zu diesem tollen (Test-)Tag dazu und muss hier erwähnt werden.
Thorsten und ich hatten an diesem Tag sehr viel Spass und er ging viel zu schnell vorbei, sodass wir nach Thorstens "Tagesretter" leider schon den Weg in Richtung Heimathafen antreten mussten!

Fazit
Hinter dem Lieblingsköder steckt ein einfaches wenn auch geniales Konzept, welches bei unserem Test auf Anhieb aufgegangen ist. Natürlich ist dieser Köder im Urspung für Zander konzipiert worden, es scheint aber möglich sein den Köder und sein Konzept auch auf den Hecht adaptieren zu können, sehr gut!
Die Gummimischung ist sehr widerstandsfähing, sieht auch nach zwei Hechten sehr gebräuchlich aus. Die Aktion scheint den Fischen zu gefallen, diese bleibt auch erhalten wenn der Gummifisch mit Stinger gefischt wird! 
Für mich sehr positiv, der Köder hat auch nach mehreren Fischen und mind. zehn Stunden im Wasser die Augen nicht verloren! Meiner Meinung nach (auch) ein Indiz für die sehr gute Verarbeitungsqualität. Mit rund 12,5 Zentimetern Länge und seiner schlanken Form ist der Köder genau auf den Zander abgestimmt, aber auch Hechte verschmähen diesen Leckerbissen offensichtlich nicht! Meiner Meinung nach ist die Größe der Köder auch noch für große Barsche geeignet, hierzu kann ich aber aus eigenen Erfahrungen keine weiteren Angaben machen. Die Flugeigenschaften des Lieblingsköders sind gut, fällt nicht negativ aus dem Rahmen.
Die Verpackung wirkt sehr solide, der Verschlussmechanissmuss ist auch nach reichlicher Benutzung noch intakt wie am ersten Tag. Das Design der Verpackung gefällt sehr! 
Für mich ist der Lieblingsköder bereits zu (einem) meiner Lieblingsköder geworden, hier ist also der Name Programm!
Den Lieblingsköder sind zu einem Preis von 5,50 € je Verpackungseinheit in der Gummitanke zu bekommen. 
In jeder Packung sind vier Stück enthalten. 


Unsere Bewertung
Preis ****
Verarbeitung *****
Laufeigenschaften ****
Flugeigenschaften ****       
Gesamt**** (4,25)  

Erläuterung zur Bewertung
Maximal fünf Sterne möglich, das Gesamtergebnis gibt den Durchschnitt der bewerteten Kriterien wieder. Die Bezifferung hinter dem Gesamtergebnis entspricht keiner Schulnote sondern dem ungerundeten Durchschnitt.



Danke an Jens von Lieblingsköder für das Testpaket!
Vielen Dank an David und Thorsten, die mich für diesen Test unterstützt haben!